Trotz der DSGVO sollte man einen Blog schreiben!

Trotz der DSGVO sollte man einen Blog schreiben!

Als die Datenschutz-Grundverordnung im Mai 2018 in Kraft trat, da habe ich meinen privaten Blog abgeschaltet. Ich war kein Einzelfall, denn viele Blogger traten das Gleiche. Die Gründe habe ich in dem folgenden Blogeintrag ausgeführt: Ich habe meinen Travel- und Foto Blog wegen der DSGVO eingestellt!

Zugegeben war das vielleicht auch ein bisschen voreilig. Rückblickend hat sich für mich persönlich nämlich gar nichts geändert. Bilder habe ich schon immer nur unter den ethischen Grundsätzen als Fotograf veröffentlicht. Personen sind nur auf Bildern zu sehen wenn diese notwendig sind. Außerdem habe ich mich immer gefragt, ob die fotografierte Person einer Veröffentlichung zustimmen würde, also ob ihr selber das Bild gefallen würde? Nur wenn ich das bejahen konnte, dann habe ich es online gestellt!

Warum sollte ich den Blog doch weiter schreiben?

Aus meine Sicht muss ein Blog eine Funktion erfüllen. Er sollte entweder einfach der Unterhaltung dienen oder aber den Lesern helfen. Ich meine damit, dass die Leser entweder inspiriert werden, z. B. mal ein anderes Reiseziel auszuwählen oder vielleicht seine Ernährung umzustellen. Oder der Blogger liefert Antworten.

Wenn ich beispielsweise wissen möchte was ich in einer Urlaubsregion sehenswert ist, dann suche ich im Netzt danach. Die Möglichkeiten und die Vielfalt der Antworten übersteigen jeden Reiseführer! Blogger sind dabei eine der besten Informationsquellen. Am Beispiel meiner New York Reise habe ich diese Erfahrung wieder einmal selbst machen dürfen! Darüber habe ich in dim folgenden Beitrag gebloggt:

Woher bekomme ich meine Reisetips? (folgt bald…)

Blogs bereichern uns!

Wenn wir also immer weiter mit der digitale Welt verbunden sind, dann ist es zwangsläufig der richtige Weg diesen bestmöglich auszustatten. Mit anderen Worten:

Umso besser die Blogs sind desto besser wird das Internet!

Mir selber haben diverse Blogger und YouTuber bei meinen Entscheidungen geholfen und teilweise sogar vor Fehlkäufen geschützt. Also denke ich, dass es eine gute Idee ist, dass ich etwas an die Netzgemeinde zurück gebe – ich blogge wieder!

Brauchen Eisdielen eigentlich einen Blog oder reicht die Webseite?

Brauchen Eisdielen eigentlich einen Blog oder reicht die Webseite?

Diese Frage nach einem Blog wird mir sehr oft gestellt. Eigentlich ist die Frage relativ einfach zu beantworten. Allerdings muss man den Kunden erst die Möglichkeiten und die Funktionsweise eines Blogs erklären. Vielen Firmen ist einfach nicht klar was diese mit einem gut geführten Blog erreichen können! Ich erkläre das gerne an etwas was wir alle mögen, an Eiscreme!

Also stellen wir uns vor, wir betreiben eine Eisdiele:

Um uns von anderen Eisdielen zu unterscheiden kreiren wir eine neue Eissorte. Auf der Webseite stellen wir die neue Eissorte natürlich vor, allerdings dürfte der gewünschte Werbeeffekt sicherlich eher mäßig sein.

Jetzt kommt unser Blog zum Zuge! Hier können wir vollmundig über die neue Eiskreation berichten. Im Gegensatz zur Webseite wirkt das vollmundige Ankündigen jedoch nicht so prahlerisch wie auf der Webseite. Wir berichten also über die Entstehung und Herstellungsschritte, am besten noch mit kleinen Videos. Nicht zu vergessen, wie wir überhaupt auf die Idee zu diesem Eis gekommen sind. Floskeln wie: „…schon als Kind wollte ich immer schon…“ geben dem neuen Eis eine schöne Background Story. Man nennt das „Storytelling“! Der Effekt liegt auf der Hand, ein Produkt mit Geschichte ist mehr wert und wir haben die Möglichkeit alle Produktvorteile einzubauen! Man kann sogar einen Schritt weiter gehen und sein Produkt besser darstellen als andere Mitbewerberprodukte.

Werbebotschaften im Blogbeitrag

Wir haben bei der Herstellung des Eises auf den Zusatzstoff XY verzichtet.

Das haben wir gemacht weil unsere Kunden immer wieder explezit nach einer Sorte ohne diesen Inhaltsstoff gefragt haben.

Diese Kunden haben ein Probleme mit diesem Zusatzstoff der fast immer bei der Eisherstellung verwendet wird!

Hier die Analyse des Satzes, also was wir eigentlich gesagt haben:

 Wir haben bei der Herstellung des Eises auf den Zusatzstoff XY verzichtet. = Produktvorteil – wir stellen auch ein Eis ohne diesen Zusatzstoff her!

 

Das haben wir gemacht weil unsere Kunden immer wieder explezit nach einer Sorte ohne diesen Inhaltsstoff gefragt haben. = Dieser Zusatzstoff ist im Eis nicht wirklich notwendig und wir gehen auf unsere Kundenwünsche ein!

 

Diese Kunden haben ein Probleme mit diesem Zusatzstoff der fast immer bei der Eisherstellung verwendet wird! = Der Zusatzstoff ist problematisch und er wird fast immer verwendet, also alle anderen Eisdielen verwenden ihn!

Wir haben mit unsere Formulierung nichts behauptet was nicht stimmt, aber der Kunde macht sich sein eigenes Bild. Zweifelsohne hat er jetzt einige Gründe bekommen warum unser Eis besser sein sollte als das der umliegenden Eisdielen. Wenn man jetzt denkt, dass der Aufwand für eine neue Eissorte vielleicht etwas übertrieben ist, der irrt sich. Der einmal gepostete Beitrag bereichert die Webseite, den Blog und die Social-Media-Kanäle. Damit erreicht man eine Vielzahl an potenziellen Kunden und das erstmal kostenlos!

Also fangen Sie an zu bloggen, sonst tun es Ihre Mitbewerber!

Ist eine Eventfotografie mit DSGVO noch möglich?

Ist eine Eventfotografie mit DSGVO noch möglich?

Wie ist das jetzt rechtlich mit der DSGVO und der Eventfotografie? Wenn man z. B. über   ein Autorennen berichten will? Müsste man vorab von allen Personen auf der Tribüne eine schriftliche Einwilligung einholen? Darf man die Leute überhaupt noch fotografieren? Und wie verhalte man sich ab dem 25.05.2018 als Fotograf und Blogger?.

Ist eine Eventfotografie mit DSGVO noch möglich?

Klar ist, dass ich schon immer Rechte an meinem Bild habe. Allerdings wurden die oftmals zu Gunsten des Künstlers, hier zu Gunsten des Fotografen, eingeschränkt. Bei solchen Veranstaltungen sprach man von „Beiwerk“, also von Personen die zwar auf dem Bild zu sehen sind, allerdings wurde das Foto wegen etwas anderen geschossen. Die abgebildeten waren halt zufällig auf dem Bild zu sehen. Man sprach auch von Gruppen in der Öffentlichkeit oder auf eben solchen Veranstaltungen. Denn jedem sollte klar sein, dass wenn er auf einer öffentlichen Veranstaltung ist, dass er unter Umständen auch auf einem Bild zu sehen ist.

Anders ist es wenn das Foto wegen genau dieser Person gemacht wurde. Wenn also das zentrale Bildmotiv der Grund des Fotos ist, dann benötigt man eine schriftliche Einverständnisserklärung von der Person. Aber die Person kann zukünftig ihre  Einwilligung jederzeit widerrufen!

Ist der „Fotografen- und Blogger-Kodex“ jetzt veraltet?

Ich persönlich habe immer an die journalistischen Vorgaben oder an den „Fotografen-Kodex“ gehalten. Das bedeutet, dass Personen nur dann im Bild zu sehen waren, wenn diese nur als „Beiwerk“ vor einer Sehenswürdigkeit zu sehen sind oder unkenntlich gemacht wurden. Das war bisher auch gut so und hat offensichtlich ausgereicht. Zumindest kann ich sagen, dass in den ganzen Jahren nicht einmal eine Aufforderung erhalten habe ein Bild zu entfernen.

Big Brother is watching you?!

Allerdings hat sich viel in den technischen Möglichkeiten verändert. Pixel kann man mit einem Tool wieder entfernen und die Bilddaten die in einem Foto hinterlegt sind verraten viel. Im Foto ist festgeschrieben wann und wo das Foto entstanden ist und welche Kamera und welche Belichtung etc. verwendet wurde. Ein ganz wichtiger Punkt ist die Bildqualität, denn mit Hilfe der Gesichtserkennung kann man so einiges anstellen.

Jetzt könnte man argumentieren, dass es ja sowieso eine öffentliche Veranstaltung ist, aber so einfach ist das nicht. Wenn wir einmal bei dem Beispiel des Autorennens bleiben, dann bedeutet das ja, dass alle Überwachungskameras in der Hand des Veranstalters und dessen Security-Firma liegen und entsprechende Datenschutzvorschriften unterliegen. Wenn die Polizei darauf zu greifen möchte, dann benötigt diese eine richterliche Anordnung, zumindest nach unserem Rechtsverständnis.

Natürlich stellt sich irgendwann dann auch mal die Frage nach dem Datenschutz in und sozialen Median und im Internet im allgemeinen. Denn wenn wir alle unsere ganzen Bilder vom Autorennen bei unserem Internetdienstleister in die Cloud hochladen und dass noch in voller Pixelstärke, dann könnten man diese ja auch mal gleich analysieren – oder?

Fact ist jetzt also, dass der einzelne Fotograf sich genau überlegen muss, was und wen er fotografiert und dann eventuell veröffentlicht. Fact ist aber auch, dass ein riesiges Heer an Hobbyfotografen überall mit dem Handy wirklich alles festhält und ins Internet stellt.

Hochzeitsfotografie nach

Datenschutz-Grundverordnung DSGVO

Das wird lustig, wenn der Hochzeitsfotograf vor der Hochzeit erst einmal von allen gästen eine schriftliche Einwilligung einhält. Die Personen, die keine Einwilligung geben, muss man vielleicht einen Anstecken mit einem durchgestrichenen Fotoapparat oder etwas Ähnlichen anstecken, damit man weiß wen man später Wegpixeln muss.

Das werden dann sicherlich tolle Bilder von der Trauung und der Feier danach wenn jeder Zweite unkenntlich gemacht wurde!

Das waren noch schöne Zeiten als nur die Eheleute ein Fotoalbum und die Negative der Bilder hatte – oder?